Container 6 bereit zum Laden

Sammeln Sie wieder?

Diese Frage stellte mir kürzlich eine Frau, als ich gerade dabei war, einige Artikel in unseren „neuen“ Container im Winkelbüel in Adligenswil zu laden. Vor ein paar Wochen konnten wir unseren sechsten 12-Meter-Container abladen, der uns, bereits zum zweiten Mal, von der Firma Jules Häfliger AG gesponsert wurde. Dankbar sind wir auch für den praktischen Ladeplatz, den uns Ueli Breitschmid von der Healthco-Breitschmid AG auch dieses Mal wieder kostenlos zur Verfügung stellt.
„Ja, wir sind wieder dabei, dringend benötigte Artikel für Tansania zu sammeln“, erwiderte ich der netten Dame. Sie versprach, uns in den nächsten Tagen zwei Baby-Waagen vorbei zu bringen. Einige Paletten Spitalwäsche aus Wolhusen können nun aus dem Lager unserer Firma in den Container verschoben werden. Diverse Gegenstände aus dem Optikergeschäft von Frau Doris Büchi (Optik Skarda AG), konnten wir verpacken und teilweise mit den Frottiertüchern aus dem Spital optimal polstern.
Im Februar 2012 war ich während vier Wochen in Tansania und habe überall die Spuren unserer letzten Container gesehen. Wichtig ist mir immer, die verantwortlichen Personen vor Ort persönlich kennen zu lernen und sicher zu stellen, dass die Lieferungen auch ihrem bestimmungsgemässen Zweck zugeführt werden. Dies war bisher ausnahmslos der Fall, was uns natürlich anspornt, weiterhin Material zu sammeln und nach Tansania zu schicken.
Besonders beeindruckt hat mich der Baufortschritt am neuen SDA-Hospital in Mwanza. Aus eigener Kraft und unter grossen Anstrengungen der lokalen Bevölkerung entsteht dort ein modernes, fünfstöckiges Spital mit allen wesentlichen Disziplinen. Jeder neue Stock ist nur durch grosse Opfer ermöglicht. Das Eintreffen unserer letzten Hilfscontainer, deren Inhalt teilweise schon in der gegenwärtig aktiven Klinik zum Einsatz kommt, hat die Menschen neu motiviert, das fast übermenschliche Projekt weiter voran zu treiben.
Jedes Mal, wenn ich nach Tansania reise, sehe ich neue Projekte, die ebenfalls unterstützungswürdig wären. Für unser kleines Hilfswerk Afrikahilfe-Schweiz ist es aber wichtig, dass wir uns auf sinnvolle Einsätze beschränken, diese dafür umso effizienter unterstützen. Ziel ist es auch immer, möglichst bald die totale Autonomie der Unternehmen zu erreichen. Die permanente Abhängigkeit von ausländischer Hilfe hat in Afrika lange Tradition, viel zu lange…
Unsere grösste Sorge ist nicht etwa, das geeignete Material zu erhalten, sondern die nötigen finanziellen Mittel für den Transport. Die letzten drei Container haben uns insgesamt ca. CHF 18‘000.—gekostet. Dazu kamen dann nochmals CHF 13‘000.—für die Abfertigung in Dar es Salaam und die Transporte im weitläufigen Land selber. Jeder Container kostet also, allein für Transport und Gebühren, knapp über CHF 10‘000.--, was bei ca. 12 Tonnen Hilfsgüter pro Container den stolzen Betrag von CHF -.85 pro Kilo ausmacht. Da muss man sich schon sehr gut überlegen, was wir runterschicken wollen. Mangelhafte Geräte oder auch Artikel, die problemlos in guter Qualität vor Ort gekauft werden können, haben da keinen Platz. Natürlich kann man mit Wäsche, Kleidern oder auch Stofftiere für die kleinen Patienten immer wieder Löcher stopfen. Generell achten wir aber darauf, einwandfreies und hochwertiges Material zu laden.
Was wir uns vorbehalten ist, dass wir Gegenstände, die uns geschenkt werden, die wir aber aus irgendwelchen Gründen nicht nach Afrika senden können, hier zu Geld machen um eben die Frachtkosten zu finanzieren. Zum Beispiel hatten wir von einer Zürcher Firma eine ganze Anzahl sehr schöner Büroleuchten erhalten die wir auf Ricardo „verflüssigen“ und damit einige hundert Franken für das Portokässeli lösen konnten.
Möchten auch Sie uns mit Material oder Geldspenden helfen? Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.afrikahilfe.ch. Für persönliche Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Herzlichen Dank für Ihre bisherigen und die künftigen Beiträge.

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