Wir über uns

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"Du hast ja ein Helfersyndrom", sagte er wütend und legte auf. Eigentlich hatte er mich um Geld anpumpen wollen. Da ich aber seine Geschichte kannte, wusste ich, dass ihm damit nicht geholfen wäre. Mein Angebot, mal gemeinsam ein Budget zu erstellen, lehnte er schroff ab.

Jeder hat mehr oder weniger ausgeprägt die Fähigkeit oder gar den Wunsch zu helfen. Mir ist es aber immer sehr wichtig, dass meine Hilfe auch wirklich nachhaltig ist und nicht einfach der Bequemlichkeit des Empfängers entspringt und entspricht.

Diese Einstellung motiviert mich auch, in Afrika zu helfen und zwar da, wo Hilfe nötig und sinnvoll ist. Jährlich mindestens einmal bin ich vor Ort, um zu sehen, was aus den letzten Anstrengungen (eigenen und fremden) geworden ist, was als nächstes ansteht und wie man dieses optimal realisieren kann. Sehr wichtig ist mir dabei, dass die lokalen Partner Verantwortung für sich und ihr eigenes Tun, aber auch für ihre Organisation, in der sie arbeiten, und sogar für ihr Volk und ihren Staat übernehmen. Sie müssen sich bewusst sein, dass es nicht "normal" ist, dass man das tägliche Brot immer geschenkt erhält (etwas überspitzt formuliert), sondern dass mit den lokal vorhandenen Ressourcen durchaus ein höherer Lebensstandard möglich ist. Dabei sprechen wir hier nicht von Luxusferien, einem Eigenheim mit 200 m2 Wohnfläche und einem Off-Roader vor der Tür, sondern von der Möglichkeit sich und seiner Familie Nahrung, Kleidung, Unterkunft und medizinische Grundversorgung zu gewährleisten und zwar das ganze Jahr über.

Aus den bisherigen Erfahrungen sehe ich, dass teilweise mit absoluten Kleinigkeiten erstaunliche Verbesserungen möglich sind. Die auf dieser Website beschriebenen Projekte geben einen Einblick in die vielfältigen Einsätze, die wir bisher machen durften. In unterschiedlichster Zusammensetzung, in kleinen und grösseren Gruppen oder gar als Einzelpersonen, sind unzählige Stunden für die Afrika-Hilfe eingesetzt worden, und zwar sowohl hier in der Heimat als auch auf dem Schwarzen Kontinent. Ohne diese Helferinnen und Helfer wäre es schlicht nicht möglich, all die Dinge zu tun, an denen wir bisher beteiligt sein durften.

Immer haben wir das bekannte Montessori-Credo vor Augen: "Hilf mir, es selbst zu tun." Ich würde mich freuen, wenn auch Sie sich inspirieren lassen, diese Hilfe durch Ihren Beitrag zu verstärken. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir freuen uns darauf.

Daniel Gysin
Direktor
Afrika-Hilfe